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AKTUELLES

 

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Kieler Presse-Klub wählt Vorstand neu

 Der Kieler Wirtschaftsjournalist und Pressesprecher des Sparkassen- und Giroverbandes Schleswig-Holstein, Reinhardt Hassenstein, ist am gestrigen Mittwochabend von der Mitgliederversammlung des Kieler Presse-Klubs erneut zum Vorsitzenden gewählt worden. Hassenstein übt dieses Amt bereits seit 30 Jahren aus. Zu seinem Stellvertreter wählte die Versammlung den Direktor des NDR-Landesfunkhauses, Volker Thormählen. Er tritt die Nachfolge von Peter Hanemann an, der nicht erneut kandidierte. Weitere Mitglieder des Vorstandes sind Annette Wiese-Krukowska, Hans-Peter Petersen, Wolfgang Spahr, Helmut Ritter und Heiko Wischer.

Prof. Dr. Jürgen Miethke, der über 30 Jahre in der Stiftung des Klubs tätig war, wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt.

Der Kieler Presse-Klub ist ein 1951 gegründeter Zusammenschluss von 160 Journalisten und den Medien verbundenen Persönlichkeiten, der u.a. die Ausbildung junger Journalisten fördert, gemeinsam mit dem Journalistenverband den Schleswig-Holsteinischen Journalistenpreis vergibt und in Kürze den 3. Band der Pressegeschichte Schleswig-Holsteins veröffentlicht.

Die Mitgliederversammlung fand im Kieler Rathaus statt. Im Anschluss an die Versammlung informierte der Kieler Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer über seine Pläne zur weiteren Entwicklung Kiels als Landeshauptstadt. 

 

Schleswig-Holsteinische Journalistenpreise 2017 verliehen

Zum dritten Mal konnten der Kieler Presse-Klub und der Landesverband Schleswig-Holstein des DJV die Schleswig-Holsteinischen Journalistenpreise verleihen - dieses Mal war aber alles etwas anders. Angefangen bei den beiden Preisträgern, Alexander Preker und Uli Exner, die sich erstmals den ersten Preis teilen mussten. Die Jury hatte den von der Stiftung des Kieler Presse-Klubs finanzierten Preis kurzerhand geteilt, weil beide Beiträge gleichwertig waren. Und die Volontäre der Kieler Nachrichten, die sich als Team mit ihrem online-Beitrag #erstewahl beworben hatten, wurden auch als Team mit dem Nachwuchsförderpreis geehrt. Stellvertretend für den Ministerpräsidenten Daniel Günther, hielt kurzfristig sein Stellvertreter Dr. Heiner Garg die Festrede. Dies war den besonderen Umständen der Berliner Koalitionsgespräche geschuldet. Und im übrigen eine Folge der "Wahlen" 2017, die als Thema für den Wettbewerb vorgegeben waren.

Acht Preisträger strahlen um die Wette: Die Volontäre der Kieler Nachrichten, Fatima Krumm, Florian Sötje, Isabelle Breitbach, Alev Dogan, Kerstin Tietgen, und Merle Schaack, Alexander Preker und Uli Exner sowie Festredner Dr. Heiner Garg, Reinhardt Hasssenstein und Arnold Petersen v.1. (Fotos: Thomas Eisenkrätzer)

Dennoch kann man von Kontinuität beim Wettbewerb sprechen, wie die Vorsitzenden des Kieler Presse ­Klubs und des DLV-Landesverbandes, Reinhardt Hassenstein und Arnold Petersen, bei der Würdigung der Preisträger feststellten. Über 30 Bewerbungen, mehr als 50 Ehrengäste, Preisträger, deren Beiträge beispielhaft für Qualitätsjournalismus in den Medien des Landes sind, und als Mitgastgeber der Veranstaltung die Industrie- und Handelskammer zu Kiel- das alles zeigt, dass der Schleswig­-Holsteinische Journalistenpreis auf dem Weg ist, sich zu etablieren, erklärten die beiden Vorsitzenden und dankten den Kolleginnen und Kollegen in den Redaktionen und den Chefetagen für besonders zahlreiche Bewerbungen und die Unterstützung des Wettbewerbs. Tatsächlich war das vorgegebene Thema mit den Wahlen zum Landtag und zum Bundestag ein Schwerpunkt der Berichterstattung in allen Medien.

Gerade bei der Vergabe des 1. Preises stellte sich heraus, wie schwierig es ist, unter einer Vielzahl nahezu gleichwertiger Beiträge einen als den Besten auszuwählen. Deshalb fällte die Jury ein salomonisches Urt­eil und vergab den 1. Preis an die Kollegen Alexander Preker, bis 2017 Reporter und Redakteur für dpa in Schleswig-Holstein, und Uli Exner von der Welt-Gruppe. Uli Exner schrieb ein Doppelporträt "Die besseren Populisten" über Ralf Stegner und Wolfgang Kubicki. Die Vorlage haben die beiden selbst geliefert - mit einem gemeinsamen Auftritt, bei dem sie sich nichts geschenkt haben, um zu beweisen, dass es für Populismus nicht die AfD im Landtag braucht. Exner beschreibt ihren Wahlkampf-Schlagabtausch in einem Boxring in praller, prägnanter Sprache. Seine Beobachtungen dieses ungewöhnlichen Spektakels verzahnt er mit hintergründigen Informationen und Detai aus der politischen Karriere der beiden Kontrahenten. Alexander Preker war mit dem unerschütterlichen Wahlkämpfer Patrick Breyer von den Piraten unterwegs. Herausgekommen ist der Bericht "Wahlkampf in Seenot- ­Wie die Piratenpartei ums Überleben kämpft". Aus Breyers Zitaten spricht einerseits Selbstaufgabe, andererseits eine diffuse Erwartung, entgegen allen Prognosen, wieder in den Landtag einzuziehen. Beide Beiträge würdigte die Jury als Beispiele für feinsinnige, ausdrucksstarke Portraits von Politikern, die in ihren Parteien prägend sind.

Den Preis für Nachwuchsjournalisten teilte sich das Team der KN-Volontäre Fatima Krumm, Florian Sötje, Isabelle Breitbach, Alev Dogan, Kerstin Tietgen, und Merle Schaack. Sie haben sieben Spitzenkandidaten einen Tag lang begleitet und deren Wahlkampf multimedial nachgezeichnet. Als sachliche Hilfe durchleuchteten sie u.a. die Programme der Parteien auf ihre Ziele für junge Leute. Visueller Mittelpunkt der Beiträge war eine Fahrt mit jedem Spitzenkandidaten im Paternoster des Landeshauses. Dieses Projekt, seine ideenreiche, unkonventionelle Umsetzung, verdiente nach Auffassung der Jury den Preis für Nachwuchs­journalisten. Apropos Jury: Ihr gehören die beiden Vorsitzenden, sowie die Kollegen Wolfgang Schmidt (DPA) und Prof. Dr. Jörn Radtke von der FH-Kiel an.

Dr. Heiner Garg hob in seiner Rede den unverzichtbaren Beitrag der Medien für eine funktionierende Demokratie hervor. Guter Journalismus sei ein Garant für Meinungsvielfalt und der beste Schutz vor den Folgen vor Fakenews. In seinem Schlusswort rief Arnold Petersen zu mehr Breite, Kreativität und Experimentierfreude auf. "Mal etwas Neues ausprobieren, neue Formate testen, den Blickwinkel weiten, das Spezielle auf eine allgemeine Ebene heben, es einordnen und analysieren. Da haben wir noch Luft gesehen", fasste er die Meinung der Jury-Mitglieder zusammen.

 

Schleswig-Holsteinischen Journalistenpreise 2016 verliehen

 Auch die zweite Auflage des Wettbewerbs, der vom Kieler Presse-Klub und dem Landesverband Schleswig-Holstein des DJV getragen wird, war ein voller Erfolg. Rund 20 Bewerbungen, 40 Ehrengäste bei der Festveranstaltung und drei Preisträger, deren Beiträge beispielhaft für Qualitätsjornalismus in den Medien des Landes sind – das ist die Bilanz der zweiten Ausschreibung des Preises, der unter dem Motto „Chancen und  Herausforderungen des demografischen Wandels“ stand.

 
Der 1. Preis wurde Ulrich Metschies, Wirtschaftsredakteur der Kieler Nachrichten, für seine  Reportage „Die Alten kommen mit Macht“ zuerkannt. „Dem Autor gelingt es mit seinem Beitrag, die Fülle der Fakten mit einer Beschreibung der Auswirkungen auf die Menschen anschaulich zu machen. Er bereitet die Fakten auf und ordnet sie in die ökonomischen,  sozialen, strukturellen und politischen Zusammenhänge ein. Zum Verständnis tragen außerdem eine Kommentierung sowie die grafische Aufbereitung bei. Insgesamt ist der Beitrag ein preiswürdiges Beispiel für eine überzeugende journalistische Darstellung eines vielschichtigen Themas, das unter den aktuellen Produktionsbedingungen einer Tageszeitung nach Auffassung der Jury herausragt“, begründete die Jury ihre Entscheidung.

Den 2. Preis erhielt Martin Schulte, Redakteur der Zeitungen des Schleswig-Holsteinischen  Zeitungsverlages, für seine Reportage „Stadt, Land, Flucht“. „Der Autor lenkt den Blick auf die Folgen des demografischen Wandels für die Dörfer in Schleswig-Holstein. Der Leser versteht, dass Dörfer und Städte in Zukunft noch weiter auseinanderdriften – sofern die politischen und gesellschaftlichen Einflussmöglichkeiten nicht intensiver genutzt werden. Am Beispiel einer Modellregion schafft der Autor eine Rundum-Perspektive und dirigiert den Leser anhand von Fakten, Interviews und eigenen Bewertungen durch die Fülle absehbarer Folgen. Zugleich erkennt der Leser als Botschaft zwischen den Zeilen, dass es auch auf sein Engagement ankommt, wenn es darum geht, die Chancen des demografischen Wandels zu erkennen und zu nutzen“, heißt es in der Verleihungsurkunde des Preises.
 Der Preis für Nachwuchsjournalisten ging an den NDR-Journalisten Lukas Knauer. Seine  Reportage „Ein Dorf trotzt dem demografischen Wandel“ überzeugte die Jury wegen der besonders gelungenen Verknüpfung von Informationen und authentischer Stimmung in dem Dorf Arlewatt in Nordfriesland. Der Autor lässt die Betroffenen ihre Sorgen schildern und vermittelt den positiven Gemeinsinn zwischen den Generationen und den Dörfern. Durch die sehr gelungene Verknüpfung von Information und authentischer Stimmung schafft der Beitrag einerseits Orientierung und gibt andererseits die Überzeugung der Dorfbewohner wieder „wir schaffen das, wenn wir es angehen“. 

Prof. Dr. Frank Überall, seit November 2015 DJV-Bundesvorsitzender, warb in seiner Rede für starke Medien. „Wenn wir eine funktionierende Demokratie haben wollen, brauchen wir guten Journalismus“. Die Medien müssten aber auch deutlich machen, dass es guten Journalismus nicht gratis gebe. Kostenlose Nachrichten bei Facebook seien kein Ersatz für Berichte mit inhaltlicher Substanz, sachlicher  Einordnung und pointierter Kommentierung. In diesem Sinne äußerten sich auch Arnold Petersen und Reinhardt Hassenstein. Gratisangebote  im Internet seien kein Ausweg aus sinkenden Auflagen. Qualitätsjournalismus gebe es nicht zum Nulltarif. Wer Leser, Zuhörer und Zuschauer binden wolle müsse sich deutlich von der unreflektierten Dauerberieselung mit Informationen im Internet unterscheiden.

In diesem Jahr steht der Journalistenpreis unter dem Motto: „Wahlen in Schleswig-Holstein“. Bewerbungen sind mit Bekanntgabe der Ausschreibung unter www.shjp.de in Kürze möglich. 

 

Erster Schleswig-Holsteinischer Journalistenpreis

Unter dem Motto „Qualitätsjournalismus hat einen Preis" schreiben der Kieler Presse-Klub e.V. und der Landesverband Schleswig-Holstein des Deutschen Journalistenverbandes den oben genannten Preis aus. Damit sollen Beiträge ausgezeichnet werden, die zum einen hinsichtlich Recherche, Darstellung des Themas, Aufbau und Wortwahl als herausragende journalistische Arbeit generell und zum anderen als Beleg für Qualitätsjournalismus in Schleswig-Holstein speziell gelten können. Die Ausschreibung richtet sich an hauptberufliche Journalistinnen und Journalisten sowie an Volontärinnen und Volontäre, die für Medien in Schleswig-Holstein tätig sind. Dazu wird es zukünftig wechselnde Themenvorgaben geben, wobei das erste Thema „Integration in Schleswig-Holstein" lautet. Eingereicht werden können diesbezügliche journalistische Texte in jeder Darstellungsform (Bericht, Reportage, Feature, Kommentar, Bild). Weiterlesen

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